7. Tagung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement von Südwestmetall und Hochschule Aalen - Schweppe: „Betriebliche Maßnahmen haben nachweislich zur Verbesserung der Gesundheit der Beschäftigten beigetragen“

Erstellt am: 04/25/2018

AALEN – Wer sich über die neuesten Entwicklungen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) informieren will, der ist in Aalen genau richtig. Die Fachtagung, die der Arbeitgeberverband Südwestmetall nun bereits im siebten Jahr gemeinsam mit der Hochschule Aalen veranstaltet, hat sich zu einem wichtigen landesweiten Forum für BGM-Experten entwickelt. Rund 220 Vertreter aus Wissenschaft, Betrieben, Verbänden, Ministerien und Behörden befassten sich hier am Dienstag wieder in der Hochschule Aalen mit BGM-Fragen. Im Mittelpunkt standen diesmal die Wege zu einer ganzheitlichen BGM-Organisation.

v.l. Kai Schweppe, Christiane Drägert, Roland Wiesler, Cornelia Schneider, Anitra Eggler, Sylvia Kraus, Markus Kuhnt, Markus Kilian, Angelika Demel, Prof. Dr. Dieter Ahrens, Prof. Dr. Kerstin Rieder, Dr. Norbert Lenartz, Dr. Karl-Heinz Tiedemann, Gerhard Schamber

„Wer BGM gestalten will, muss wissen, dass es nicht nur um Maßnahmen zur Gesundheitsförderung geht“, erläuterte Kai Schweppe, Geschäftsführer Arbeitspolitik bei Südwestmetall: „Vielmehr soll BGM gesetzlichen Arbeitsschutz, gesetzliches Eingliederungsmanagement sowie freiwillige Gesundheitsförderung im Betrieb nachhaltig miteinander verknüpfen.“ Das umfasse auch Aspekte wie Organisations- und Personalentwicklung. „Am Ende ist dann das Ganze deutlich mehr als seine einzelnen Bestandteile“, unterstrich Schweppe.

Prof. Dr. Dieter Ahrens vom Studienbereich Gesundheitsmanagement der Hochschule Aalen verwies in seinem Vortrag auch auf die Bedeutung einer gesundheitsförderlichen Organisationskultur im Unternehmen, „einer Kultur also, in der Gesundheit einen Wert darstellt.“

Die umfassenden Maßnahmen der Unternehmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie zur betrieblichen Gesundheitsförderung hätten nachweislich zu einer Verbesserung der Gesundheit der Beschäftigten beigetragen, sagte Schweppe. So müssten immer weniger Arbeitnehmer vorzeitig aus gesundheitlichen Gründen aus dem Erwerbsleben ausscheiden. „Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden demografischen Entwicklung, der Verlängerung der Lebensarbeitszeit und des zunehmend schwerer zu deckenden Fachkräftebedarfs wichtig“, sagte er.

BGM müsse für die Unternehmen aber stets freiwillig bleiben, betonte der Arbeitgebervertreter, denn auf Betriebsebene könne am besten entschieden werden, welche Maßnahmen sinnvoll und welche Anreize für ein gesundheitsbewusstes Verhalten der Beschäftigten effektiv sind. „Gestaltungsspielräume und Flexibilität auf betrieblicher Ebene müssen deshalb auf jeden Fall gewahrt bleiben“, sagte Schweppe.

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Datum: 26.5.2018

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